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BSC Young Boys

FC Basel

BSC Young Boys - FC Basel 4:3 (2:1)

Datum: 23.09.2015, 20:30 Uhr - Wettbewerb: Super League 2015/16 - 9. Runde

Stadion: Stade de Suisse Wankdorf (Bern) - Zuschauer: 19'403

Schiedsrichter: Stephan Klossner Schweiz

Tore: 5. Sulejmani 1:0. 23. Embolo (Suchy) 1:1. 45. Sulejmani (Hadergjonaj) 2:1. 64. Gerndt (Steffen) 3:1. 74. Suchy (Zuffi) 3:2. 81. Gerndt (Vilotic) 4:2. 92. Janko (Zuffi) 4:3.

Gelbe Karte: 15. Lecjaks. 16. Aliji. 54. Kuzmanovic. 76. Xhaka (alle Foul). 86. Mvogo (Unsportlichkeit). 90. Steffen. 91 Vilotic (beide Foul).

Gelb-Rote Karte: 88. Lecjaks (Foul).

Rote Karte: 96. Xhaka (Tätlichkeit).

BSC Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, von Bergen, Lecjaks; Rochat (78. Gajic), Zakaria; Steffen, Kubo, Sulejmani (91. Sutter); Gerndt (82. Nuzzolo).

FC Basel: Vaclik; Lang, Hoegh, Suchy, Aliji; Xhaka, Kuzmanovic (72. Callà); Bjarnason, Delgado (43. Zuffi), Gashi (62. Janko); Embolo.

Bemerkungen: Young Boys ohne Bertone (gesperrt), Sanogo, Benito, Hoarau und Seferi (alle verletzt). Basel ohne Safari und Traoré (beide verletzt). 44. Delgado verletzt ausgewechselt. 51. Pfostenschuss von Gashi.

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YB beendet die Basler Siegesserie

Der FC Basel muss in der 9. Super-League-Runde die ersten Punktverluste hinnehmen. Der Leader unterliegt in einer begeisternden Partie bei den Young Boys 3:4.

Nach acht Siegen in acht Spielen in der Meisterschaft und insgesamt 15 Partien ohne Niederlage musste sich der FC Basel erstmals unter Urs Fischer geschlagen geben. Die Young Boys hatten in Miralem Sulejmani, Alexander Gerndt und Goalie Yvon Mvogo ihre überragenden Spieler.

Sulejmani schoss in der 5. und 45. Minute auf brillante Art und Weise die ersten zwei Tore der Berner. Dazwischen hatte Breel Embolo für Basel getroffen. Nach einer guten Stunde sorgte Gerndt für das 3:1. Auf den Anschlusstreffer von Marek Suchy (74.) reagierten die Gastgeber nach einem Fehler von FCB-Keeper Tomas Vaclik mit dem 4:2 durch Doppeltorschütze Gerndt. Den Schlusspunkt unter die intensive, temporeiche Partie setzte Marc Janko mit dem 3:4 in der Nachspielzeit.

Die Young Boys, die in den ersten Wochen dieser Saison wenig Grund zur Freude hatten, begeisterten diesmal die knapp 20'000 Zuschauer, die den Weg ins Stade de Suisse gefunden hatten. Für die ersten Höhepunkte war Sulejmani verantwortlich. In der 5. Minute degradierte er Taulant Xhaka mit einem herrlichen Dribbling zum Statisten. Seine anschliessende Flanke fand zwar keinen Abnehmer, doch der Befreiungsschlag von Marek Suchy landete einschussbereit genau vor seinen Füssen. Kurz vor der Pause folgte der nächste Coup von Sulejmani: Er nahm einen weiten Pass von Florent Hadergjonaj mit der Brust an, liess Naser Aliji stehen, marschierte Richtung Strafraumgrenze und traf von dort mit einem präzisen Schuss zu erneuten Berner Führung.

Nicht nur Sulejmani überzeugte in den Reihen, der in den letzten Wochen oft enttäuschenden Young Boys. Die Mannschaft zeigte in ihrem dritten Spiel unter dem neuen Coach Adi Hütter, dass die Vorschusslorbeeren vor dem Saisonstart nicht ungerechtfertigt waren. Die Berner spielten tatsächlich wie ein Meisterschaftskandidat. Mit ihrem Pressing störten sie den FC Basel merklich. Bei Ballbesitz stellten sie sofort auf Angriff um. Das 3:1 in der 64. Minute durch Alexander Gerndt fiel nur Sekunden nach einem Ballverlust von Breel Embolo.

Die im Vergleich zum Cupspiel am Wochenende auf sieben Positionen umgestellte Basler Mannschaft war in den Zweikämpfen eine Spur weniger entschlossen als die sehr kämpferisch eingestellten Berner, was in den entscheidenden Aktionen den Unterschied zu Gunsten des Aussenseiters ausmachte. Allerdings gab sich Basel nie auf, verpasste in der 51. Minute das 2:2 durch einen Pfosten-Kopfball von Shkelzen Gashi nur knapp, kam später auf 2:3 und in der 92. Minute noch auf 3:4 heran. Die Pässe zu jenen Toren gab der starke, kurz vor der Pause für den verletzten Matias Delgado eingewechselte Luca Zuffi. Zuffi scheiterte in der zweiten Halbzeit gleich mehrmals mit guten Freistössen an Mvogo.

Der YB-Keeper war in verschiedenen Situationen entscheidend, zuletzt in der 95. Minute, als er einen Schuss von Xhaka parierte. Xhaka musste wenige Minuten später, nach dem Schlusspfiff, noch die Rote Karte hinnehmen. Er hatte sich gegen den provozierenden Renato Steffen eine Tätlichkeit geleistet. Vor Xhaka hatte schon Jan Lecjaks eine Rote Karte gesehen (89.).

Quelle: Si