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FC Basel

ACF Fiorentina

FC Basel - ACF Fiorentina 2:2 (1:2)

Datum: 26.11.2015, 19:00 Uhr - Wettbewerb: UEFA Europa League 2015/16 - Gruppenphase

Stadion: St. Jakob-Park (Basel) - Zuschauer: 22'550

Schiedsrichter: Ivan Kruzliak Slowakei

Tore: 23. Bernardeschi (Borja Valero) 0:1. 35. Bernardeschi (Kalinic) 0:2. 39. Suchy (Embolo) 1:2. 73. Elneny (Suchy) 2:2.

Gelbe Karte: 22. Safari (Foul). 26. Bjarnason (Unsportlichkeit). 45. Janko (Unsportlichkeit) und Rodriguez (Unsportlichkeit). 45. Badelj (Foul). 65. Suchy (Foul). 75. Borja Valero (Reklamieren). 77. Zuffi (Foul).

Rote Karte: 26. Roncaglia (Tätlichkeit).

FC Basel: Vailati; Xhaka, Lang, Suchy, Safari; Elneny; Embolo, Bjarnason (88. Kuzmanovic), Zuffi, Boëtius (60. Callà); Janko.

ACF Fiorentina: Sepe; Roncaglia, Rodriguez, Astori; Bernardeschi (85. Babacar), Badelj (85. Gilberto), Vecino, Alonso; Ilicic (32. Tomovic), Borja Valero; Kalinic.

Bemerkungen: Basel ohne Akanji, Degen, Höegh, Vaclik (verletzt), Ivanov (rekonvaleszent), Fiorentina ohne Blaszczykowski (verletzt), Rebic (gesperrt), Fernandez und Suarez (nicht im Aufgebot). 40. Kopfball von Embolo an den Pfosten.

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FC Basel als Gruppensieger vorzeitig weiter

Der FC Basel wird auch nach der Winterpause internationale Spiele bestreiten. Durch das 2:2 gegen die AC Fiorentina steht der Schweizer Meister vor der letzten Runde der Europa-League-Gruppenphase am 10. Dezember in Poznan als Teilnehmer der ersten K.o.-Runde fest.

Basel überstand trotz eines nervösen Beginns am Donnerstag zum sechsten Mal in Folge die Vorrunde eines europäischen Wettbewerbs. Besonders ist das Weiterkommen diesmal unter anderem darum, weil der FCB aufgrund der besseren Bilanz in den Direktbegegnungen gegen Fiorentina (2:2/2:1) erstmals als Gruppensieger in den Sechzehntelfinals am 18. und 25. Februar 2016 zu den Gesetzten gehören wird.

Das zweite Kräftemessen mit dem Serie-A-Dritten wies einige Parallelen zum Hinspiel in Florenz auf. Basel geriet wieder in Rückstand (diesmal 0:2, nicht 0:1), schoss wieder zwei Tore, spielte wieder in Überzahl und punktete erneut gegen einen Gegner, der in einer europäischen Top-5-Liga zur Spitze gehört. Für die Fiorentina war es am Ende auch ein guter Punkt. Nun reicht den Italienern im letzten Spiel zu Hause gegen Belenenses Lissabon ein Remis für den Vorstoss in die 1/16-Finals.

Embolo erneut hart angegangen

Unter den Augen einiger Beobachter von europäischen Spitzenklubs bewies Breel Embolo wie schon im Hinspiel einige Male Nehmerqualitäten. In Florenz war das Basler Offensivjuwel von Facundo Roncaglia noch ohne durchaus berechtigte Konsequenzen bearbeitet worden. Diesmal sah der Argentinier in der 26. Minute die Rote Karte, nachdem er Embolo den Ellbogen ins Gesicht geschlagen hatte. Am 17. September hatte die Fiorentina in Unterzahl (Platzverweis gegen Gonzalo Rodriguez nach Foul an...Embolo) noch zwei Tore kassiert, die zur Wende zugunsten des FCB führten.

Diesmal baute die "Viola" mit einem Mann weniger ihren Vorsprung aus. Zehn Minuten nach Roncaglias Ausschluss stand ein missglückter Abschlag von Basels Keeper Germano Vailati, der den wegen Adduktorenproblemen fehlenden Stammgoalie Tomas Vaclik ersetzte, am Ursprung des 2:0 für Fiorentina. Der italienische U21-Internationale Federico Bernardeschi brauchte den Ball nach dem Querpass von Goalgetter Nikola Kalinic nur noch über die Linie zu schieben.

Abgesehen von Roncaglias dämlicher Aktion lief im ordentlich gefüllten St-Jakob-Park vieles für die praktisch in Bestbesetzung angetretene Fiorentina und deren Trainer Paulo Sousa. Der Portugiese nahm erfreut zur Kenntnis, wie seine Mannschaft Basels Holländer Jean-Paul Boëtius (23.) mit drei Spielern zum Ballverlust drängte, schnell (um)schaltete und Bernardeschi einen cleveren Steilpass zum 1:0 abschloss. Freistehend, weil sein "Bewacher" Boëtius bei der Aktion davor liegen geblieben war. "Wir haben uns selber in Schwierigkeiten gebracht. Bei den beiden Gegentoren stellten wir uns zu naiv an", sagte FCB-Trainer Urs Fischer. "Wenn man unter Druck gerät und der Gegner ein derart starkes Pressing aufzieht, muss man richtige Entscheide treffen. Das ist uns nicht gelungen."

Fiorentina verteidigte den 2:1-Vorsprung trotz optischer Überlegenheit der Basler weitgehend souverän. "Wir konnten den Rhythmus bestimmen und schafften es, dass Basel nicht viel kreieren konnte", sagte Sousa zum Auftritt seines Teams. Dass der Ausgleich des FCB nach einem Standard fiel, hatte deshalb eine gewisse Logik. Im Anschluss an einen Corner traf Mohamed Elneny in der 74. Minute aus der Distanz zum 2:2. Es war nicht wie im Hinspiel ein Kunstwerk, aber dennoch schön anzusehen. Im Endeffekt hätte es sportlich keine Rolle gespielt, ob der FCB das Spiel verloren oder es unentschieden geendet hätte. Er wäre aufgrund des Resultats im anderen Spiel ohnehin vorzeitig qualifiziert gewesen.

Quelle: Si