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FC Basel

Lech Poznan

FC Basel - Lech Poznan 1:0 (0:0)

Datum: 05.08.2015, 20:15 Uhr - Wettbewerb: Champions League 2015/16 - 3. Qualifikationsrunde

Stadion: St. Jakob-Park (Basel) - Zuschauer: 18'196

Schiedsrichter: Ruddy Buquet Frankreich

Tore: 91. Bjarnason (Callà) 1:0.

Gelbe Karte: 44. Suchy und Linetty (beide Unsportlichkeit). 55. Lang. 56. Kaminski (beide Foul). 80. Callà (Hands). 86. Douglas (Foul).

FC Basel: Vaclik; Lang, Hoegh, Suchy, Safari (89. Traoré); Kuzmanovic, Elneny; Callà, Delgado (77. Zuffi), Bjarnason; Janko (70. Embolo).

Lech Poznan: Buric; Ceesay, Kaminski, Dudka, Douglas; Tralka; Formella (69. Lovrencsics), Jevtic (73. Thomalla), Linetty, Pawlowski; Hämäläinen (84. Robak).

Bemerkungen: Basel ohne Samuel (krank), Xhaka (gesperrt), Ivanov, Kakitani, Simic (alle verletzt) und Boëtius (noch nicht einsatzberechtigt).

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(Si) Der FC Basel liess in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation erwartungsgemäss nichts mehr anbrennen. Der Schweizer Meister gewann zuhause das Rückspiel gegen Lech Poznan dank einem Last-Minute-Tor von Bjarnason mit 1:0 und setzte sich im Total mit 4:1 durch.

Am Schluss brandete doch noch Torjubel auf im St.-Jakob-Park. In der 91. Minute verwertete der Isländer Birkir Bjarnason per Kopf eine herrliche Flanke von Davide Callà. Der Blondschopf sorgte dafür, dass der FCB auch in seinem fünften Pflichtspiel in dieser Saison als Sieger vom Feld ging. Der Treffer entschädigte das Basler Publikum für eine eher mässige Darbietung seiner Equipe.

Kein Champagner-Fussball

Der Basler Einzug in die Playoffs der Champions-League-Qualifikation geriet in den zweiten 90 Minuten gegen den polnischen Meister nie ernsthaft in Gefahr. Mit dem 3:1-Polster aus dem Hinspiel war das Team von Trainer Urs Fischer stets auf der sicheren Seite. Eine Gala war es aber ganz und gar nicht, was die Rot-Blauen gestern Mittwoch ablieferten. Sie hatten den Gegner zwar lange unter Kontrolle, schafften es aber nicht, das Zepter an sich zu reissen. Dominanz konnten die Basler nie erzeugen. Phasenweise waren sie etwas gar passiv, was das gut organisierte Lech Poznan prompt dazu nutzte, ein paar gefällige Kombinationen vorzutragen.

Das Glück für den FCB war, dass Poznan die Qualität im Abschluss fehlte. Mit mehr Präzision hätten die Polen mehr als ein Tor erzielen können. Ein kaltblütiger Goalgetter wurde bei den Gästen vergeblich gesucht. So war Poznan weit davon entfernt von den drei Treffern, das es im Minimum benötigt hätte, um noch Optionen auf das Weiterkommen zu haben. Eine der besten Tormöglichkeiten von Lech besass der Ex-Basler Darko Jevtic. Der Mittelfeldspieler, der diesmal in der Startformation stand, konnte nach einer Stunde aus guter Position abziehen, der Ball landete jedoch nicht im Netz, sondern am Kopf von FCB-Innenverteidiger Marek Suchy.

Die Basler Chancen waren locker an einer Hand abzuzählen. Am Ende konnte man bilanzieren, dass die Platzherren ohne Glanz ein Pflichtprogramm abspulten. Sie erfüllten die Mindestanforderungen. Aufgrund der Ausgangslage nach dem Hinspiel war unter dem Strich nicht mehr gefordert, die Darbietung hinterliess aber auch Fragezeichen. Enttäuschend war aus Basler Sicht, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht richtig zusetzen konnte. Nach der Pause ging nicht mehr viel. FCB-Scout Ruedi Zbinden verliess die Pressetribüne entnervt. Champagner-Fussball bekam er nicht zu sehen an diesem Abend. Die etwas mehr als 18'000 Zuschauer wurden nicht verwöhnt. Den hohen Ansprüchen in Basel konnte dieser FCB-Auftritt nicht genügen.

Auch Trainer Fischer war mit der Vorstellung seiner Schützlinge nicht zufrieden. Auf der Suche nach Gründen meinte er: "Vielleicht war das Resultat aus dem Hinspiel zu gut. Das 3:1 aus Poznan wirkte eher hemmend als befreiend. Es ist nicht so gelaufen wie wir uns das vorgestellt haben. Lech machte das, was eigentlich wir gewollt hätten. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, waren zu verhalten." Am Schluss zähle aber in erster Linie das positive Resultat, so Fischer weiter.

Näher an den 12 Millionen

Am Freitag wird in Nyon ausgelost, auf wen Basel in den Playoffs trifft. Die "Bebbi" sind auf dem "Meister-Weg" gesetzt. Möglich ist, dass sie eine weite Reise unternehmen müssen. Einer der Gegner, der zur Auswahl steht, ist der FC Astana aus Kasachstan. Die anderen potenziellen Widersacher sind Partizan Belgrad, Malmö (Sd), Maccabi Tel Aviv und Skenderbeu Korça (Alb). Sollten die Basler auch die Hürde in den Playoffs meistern, ist ihnen bereits ein Geldsegen garantiert. Nur schon die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League würde dem Klub zwölf Millionen Euro einbringen.