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FC Basel

Lech Poznan

FC Basel - Lech Poznan 2:0 (0:0)

Datum: 01.10.2015, 19:00 Uhr - Wettbewerb: UEFA Europa League 2015/16 - Gruppenphase

Stadion: St. Jakob-Park (Basel) - Zuschauer: 17'567

Schiedsrichter: Ognjen Valjic Bosnien

Tore: 55. Bjarnason (Samuel) 1:0. 90. Embolo (Janko) 2:0.

Gelbe Karte: 22. Linetty. 41. Samuel (beide Foul).

Gelb-Rote Karte: 49. Linetty (Foul).

FC Basel: Vaclik; Xhaka, Suchy, Samuel, Lang; Elneny; Embolo, Bjarnason, Zuffi, Callà (80. Gashi); Janko.

Lech Poznan: Gostomski; Ceesay, Arajuuri, Kaminski, Kadar; Tetteh, Linetty; Formella, Kownacki (46. Hämäläinen), Jevtic (54. Tralka); Gajos (69. Lovrencsics).

Bemerkungen: Basel ohne Hoegh, Boëtius, Delgado, Safari, Traoré, Ivanov (alle verletzt) und Aliji (nicht spielberechtigt). Lech Poznan ohne Thomalla (verletzt). 52. Tor von Hämäläinen wegen Abseits aberkannt.

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Zweiter Sieg für den FC Basel

Der FC Basel hat einen perfekten Start in die Europa-League-Gruppenphase hingelegt. Zwei Wochen nach der Fiorentina schlug er daheim Lech Poznan. Birkir Bjarnason und Breel Embolo schossen die Treffer zum 2:0-Erfolg.

Wie bereits in Florenz leitete für den FC Basel ein Platzverweis die Wende zum Guten ein. Karol Linetty sah in der 49. Minute für ein eher harmloses Foul die zweite Gelbe Karte und liess die ohnehin verunsicherten Polen zu zehnt zurück. Sechs Minuten benötigte der FC Basel, um von der nummerische Überzahl zu profitieren. Ein langer Pass von Walter Samuel hebelte die Verteidigung von Lech Poznan aus. Bjarnason überwand den bis dahin kaum geprüften Goalie Maciej Gostomski. Das 2:0 von Embolo fiel in der 90. Minute.

Der Platzverweis und der für Basel positive Spielausgang war in etwa die einzige Parallele zum Auftritt in der Toskana. Basel tat sich ungemein schwer, sein Offensivspiel aufzuziehen. Es fehlte an Präzision, an Tempo und Durchsetzungskraft. An der Aufstellung lag es nicht. Urs Fischer hatte fünf offensiv ausgerichtete Spieler von Beginn weg aufs Feld geschickt: Bjarnason, Davide Callà, Luca Zuffi, Breel Embolo und Marc Janko. Der auf dem Papier angekündigte Sturmlauf blieb dann aber aus. Es wurde ein Arbeitssieg gegen einen verunsicherten und resolut defensiv spielenden Gegner. "Lech Poznan spielte wie erwartet, stand sehr tief. Es war wichtig, dass wir die Geduld behalten haben", meinte FCB-Coach Urs Fischer.

Schon vor der Pause und danach noch ausgeprägter kontrollierte Basel das Geschehen. Er tat dies aber auf nüchterne Art und Weise, so gut wie es an diesem Abend ging. Denn zu viele Fehlpässe störten den Spielaufbau des Schweizer Meisters und zu selten kam eine inspirierter Pass wie jener von Samuel zum 1:0. Die erste nennenswerte Torchance erarbeitete er sich erst in der 33. Minute, als Embolo den schwerfälligen Kebba Ceesay umlief und aus spitzem Winkel Goalie Maciej Gostomski zu einer Fussabwehr zwang.

Kombination über mehrere Stationen, die in einer Möglichkeit mündeten, waren selten. Die erste gelang den Baslern zwei Minuten vor der Pause. Embolo und Janko, der den Ball mit dem Absatz weiterleitete, ermöglichten Mohamed Elneny den Abschluss aus idealer Position. Der Schuss des Ägypters fiel aber viel zu harmlos aus. Die zweite führte zum 2:0. Zuffi flankte zu Janko, der intelligent und technisch gekonnt auf Embolo zurücklegte. Öfters bekamen die 17'567 Zuschauer im St. Jakob-Park eher schwer verdauliche Kost vorgesetzt. Auch mit einem Akteur mehr war der Spielfluss beim FCB zäh. "Es war wichtig, nicht zu viel Risiko einzugehen, nicht in einen Konter reinzulaufen", analysierte Fischer. "Und am Schluss haben wir 2:0 gewonnen, also alles irgendwie richtig gemacht."

Dass es mehr oder weniger problemlos zu den drei Punkten reichte, lag am vorab nach der Pause disziplinierten Auftritt in der Defensive und an der Schwäche des Gegners. Lech Poznan zeigte, dass es nicht ganz zufällig in der heimischen Meisterschaft schwach unterwegs ist und den letzten Tabellenplatz belegt. Zu ernsthaften Torchancen kamen die Gäste nicht. In der 64. Minute flog ein Kopfball von Ceesay zumindest so nahe am Tor vorbei, dass so etwas wie Gefahr aufkam.

Für Basel geht es in der Europa League am 22. Oktober mit dem zweiten Heimspiel weiter. Gegen die Portugiesen von Belenenses, die gestern der Fiorentina 0:4 unterlagen. Mit einem Sieg in drei Wochen würden die Basler einen wahrscheinlich schon entscheidenden Schritt Richtung Sechzehntelfinals machen.

Quelle: Si