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FC Basel

Maccabi Tel-Aviv FC

FC Basel - Maccabi Tel-Aviv FC 2:2 (1:1)

Datum: 19.08.2015, 20:45 Uhr - Wettbewerb: Champions League 2015/16 - Playoffs

Stadion: St. Jakob-Park (Basel) - Zuschauer: 15'620

Schiedsrichter: William Collum Schottland

Tore: 31. Zahavi (Rikan) 0:1. 39. Delgado (Foulpenalty) 1:1. 88. Embolo (Elneny) 2:1. 96. Zahavi (Miha) 2:2.

Gelbe Karte: 19. Elneny (Foul). 60. Suchy (Foul).70. Igiebor (Unsportlichkeit).77. Alberman (Foul).

FC Basel: Vaclik; Lang, Hoegh, Suchy, Safari (74. Degen); Elneny, Zuffi; Embolo, Delgado (68. Boëtius), Bjarnason; Janko (15. Gashi).

Maccabi Tel-Aviv FC: Juan Pablo; Shpungin , Ben Haim I, Tibi, Ben Harush; Igiebor (71. Peretz), Alberman; Rikan (89. Miha), Zahavi, Ben Haim II; Ben Basat (51. Mitrovic).

Bemerkungen: FCB ohne Kuzmanovic, Ivanov (beide verletzt) und Xhaka (gesperrt). 12. Janko scheidet verletzt aus. 75. Tor von Hoegh wegen Fouls aberkannt.

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Basel muss ohne Polster ins Bloomfield-Stadion

Der FC Basel hat sich in der letzten Champions-League-Qualifikations-Runde im Playoff-Hinspiel nicht wie gewünscht eine gute Ausgangslage schaffen können. Die "Bebbi" mussten sich zuhause gegen Maccabi Tel Aviv mit einem 2:2 begnügen.

Es lief bereits die 96. Minute, als das Unheil über den über weite Strecken spielbestimmenden FC Basel hereinbrach. Der eingewechselte Doe Miha schlug auf dem rechten Flügel eine Flanke ins Strafraum-Zentrum, dort schraubte sich Eran Zahavi in die Höhe, und der Kopfball des Maccabi-Captains passte haargenau. Via Innenpfosten fand die Kugel den Weg ins Netz. FCB-Goalie Vaclik war machtlos.

Wieder einmal also war Zahavi zur Stelle, als ihn Maccabi brauchte. Er hatte seine Equipe bereits in der 31. Minute mit 1:0 in Führung gebracht. Da hatte er sich bei einer Freistoss-Finte von Avi Rikan (ex FCZ) im richtigen Moment von seinem Gegenspieler Michael Lang gelöst. Dass man Zahavi nicht zu viel Raum geben sollte, hätten die Basler eigentlich wissen müssen. Denn er war es, der Maccabi mit seinen Toren gegen Vitkoria Pilsen (Tsch) in dieses Playoff schoss. Und in der letzten Saison hatte sich der Spielgestalter zum Torschützenkönig in der israelischen Meisterschaft gekürt.

Kurz vor Zahavis zweitem Geniestreich hatte man noch geglaubt, der FCB könne mit einem Sieg in der Hinterhand zum Rückspiel nach Israel reisen. Denn in der 88. Minute war im St.-Jakob-Park der grosse Jubel über das 2:1 ausgebrochen. Nach einem brillanten "tödlichen" Pass von Mohamed Elneny konnte Breel Embolo alleine auf das gegnerische Gehäuse losziehen, und der junge Stürmer traf stilsicher zum 2:1. Embolo schob den Ball zwischen den Beinen hindurch von Goalie Juan Pablo.

Die Ausgangslage wäre vielleicht besser gewesen für den FCB, wenn der schottische Schiedsrichter Collum in der 75. Minute nicht auf Foul von Daniel Hoegh entschieden hätte. Der dänische Verteidiger hatte nach einem Corner von Luca Zuffi den Ball mit dem Kopf ins Netz bugsiert, der Referee hatte aber ein Foul von Hoegh an Gal Alberman gesehen. Man hätte durchaus auch weiterlaufen lassen können. Denn Alberman nahm im Zweikampf auch seine Hände zu Hilfe, und schliesslich liess er sich ohne grossen Widerstand fallen.

Sicher ist: Auf Basel wartet noch ein hartes Stück Arbeit, wenn er erneut in die Gruppenphase der Champions League einziehen will. Am nächsten Dienstag in Tel Aviv ist vom Schweizer Meister ein Sieg oder ein Unentschieden mit vielen Toren gefordert. Ein 0:0 oder 1:1 würde nicht reichen. Dass es nicht einfach ist, im kleinen, aber lauten Bloomfield-Stadion zu bestehen, ist hinlänglich bekannt. Als Basel in der vorletzten Saison zwei Europacup-Duelle gegen Maccabi zu bestreiten hatte, gab es für die Rot-Blauen auswärts zwei Unentschieden (0:0 und 3:3).

Delgado mit Penalty-Treffer

Nach dem 0:1 hatte Basel nur gerade acht Minuten benötigt, um das Skore auszugleichen. Captain Matias Delgado war in den Strafraum geprescht, und Maccabi-Innenverteidiger Tal Ben Haim I stand dem Argentinier auf die Ferse. Der Schiedsrichter entschied zu Recht auf Penalty. Delgado zog sich den Schuh an, den er beim Rencontre verloren hatte, und versenkte souverän zum 1:1.

Mehr Zählbares sollte danach für den FCB lange nicht herausschauen. Die Gastgeber hatten zwar viel mehr Ballbesitz, sie kontrollierten das Geschehen und konnten Maccabi oft regelrecht einschnüren, im Abschluss waren sie jedoch nicht sonderlich zwingend. In der zweiten Halbzeit waren Top-Chancen Mangelware. Das 2:1 war ein seltenes Offensiv-Highlight an diesem Abend.

Unschön aus Basler Sicht war auch, dass der treffsichere Marc Janko das Spielfeld schon nach weniger als einer Viertelstunde verletzt verlassen musste. Kurz nachdem der Österreicher um eine Schuhbreite das 1:0 verpasst hatte, ging es bei ihm nicht mehr weiter. Er wurde durch Shkelzen Gashi ersetzt, der keine Stricke zerreissen sollte. Embolo, der davor auf dem rechten Flügel zu gefallen wusste, rückte ins Sturmzentrum.

Quelle: Si