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FC Lugano

FC Basel

FC Lugano - FC Basel 1:3 (1:2)

Datum: 22.08.2015, 17:45 Uhr - Wettbewerb: Super League 2015/16 - 6. Runde

Stadion: Cornaredo (Lugano) - Zuschauer: 6'224

Schiedsrichter: Sandro Schärer Schweiz

Tore: 9. Piccinocchi (Rossini) 1:0. 11. Callà (Foulpenalty) 1:1. 42. Elneny (Ajeti) 1:2. 48. Callà (Boëtius) 1:3.

Gelbe Karte: 35. Urbano (Reklamieren), 48. Sabbatini (Reklamieren), 62. Boëtius (Unsportlichkeit), 73. Degen (Foul).

FC Lugano: Russo; Veseli, Datkovic, Urbano, Markaj; Piccinocchi; Sabbatini, Rey; Tosetti (57. Culina), Rossini (68. Josipovic, 80. Lombardi), Bottani.

FC Basel: Vaclik; Degen, Högh, Suchy, Traoré; Elneny, Xhaka; Callà, Kakitani (69. Zuffi), Boëtius (92. Bjarnason); Albian Ajeti (80. Gashi).

Bemerkungen: Lugano ohne Valentini (nicht spielberechtigt) und Donis (rekonvaleszent/Einsatz in U21). Der eingewechselte Josipovic schied verletzt aus. Basel ohne Delgado, Ivanov, Janko und Kuzmanovic (alle verletzt).

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FCB gewinnt auch im zweiten Anzug

Mit einer Formation, die nichts mit der stärkstmöglichen Aufstellung zu tun hatte, holte sich Meister Basel mit einem 3:1 in Lugano den sechsten Sieg im sechsten Spiel der Super League. Die Tessiner führten früh 1:0, die Basler schafften die Wende.

Urs Fischer entschied sich verständlicherweise dafür, dem Meisterschaftsspiel gegen Neuling Lugano nach dem tadellosen Start mit fünf Siegen aus fünf Spielen nicht zu viel Gewicht beizumessen. Zumal Fischer schon in wenigen Tagen beim vergleichsweise kapitalen Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation bei Maccabi Tel Aviv unbedingt auf eine möglichst starke und möglichst erholte Mannschaft zählen will.

Die Überlegungen des erfolgreichen Trainers wirkten sich allein schon in der Mannschaftsaufstellung aus. Sieben Spieler aus der Anfangsformation im Hinspiel gegen Maccabi waren nicht mehr dabei. Matias Delgado und Marc Janko konnten im Tessin verletzungshalber nicht spielen, die übrigen wurden von Fischer, wenigstens am Anfang, geschont.

Die logischerweise überhaupt nicht eingespielte zweite Formation des FCB spielte allerdings so gut, dass Lugano in keiner Spielphase ein Übergewicht bekam. Bezeichnend für die Variabilität und Polyvalenz der Basler war die Szene, die zum 1:1 führte. Zwei Minuten davor hatte der Italiener Mario Piccinocchi die Luganesi nach einem wunderbaren Durchspiel mit Patrick Rossini unter dem tosenden Lärm der Tifosi in Führung gebracht. Mit dem anschliessenden Angriff jedoch holte ausgerechnet der erst 18-jährige Rookie Albian Ajeti - aufgrund seiner Spielweise ein designierter Nachfolger von Marco Streller - geschickt einen Foulpenalty heraus, indem er den Luganeser Goalie Francesco Russo beim Spurt zum Ball leicht zu spät kommen liess und sich danach fallen lassen durfte. Es war die Aktion eines ausgebufften Spielers. Den Penalty verwertete Davide Callà souverän.

Der trotz seines geringen Alters für die Schweizer U21-Auswahl aufgebotene Ajeti bereitete kurz vor der Pause auch das 2:1 vor. Mit einem Schussversuch scheiterte er knapp, worauf Mohamed Elneny, einer der Bestandenen, verwertete den Abpraller mit einer akrobatischen Einlage vor der Torlinie.

Doppeltorschütze Davide Callà machte mit einer schönen Einzelleistung zum 3:1 schon kurz nach der Pause alles klar. In der ganzen zweiten Halbzeit hatten die Basler das Geschehen wie eine stilsichere Mannschaft unter Kontrolle. Fischers Ensemble verwandelte sich im Lauf des Spiel von einer improvisierenden Guggemusig zu einem wohlorganisierten Kammerorchester ohne falsche Töne. Es ist ein weiterer Hinweis dafür, dass es die gesamte Gegnerschaft in der ganzen Super-League-Saison gegen Basel schwer haben wird.

Der FC Lugano, der Aufsteiger mit sechs Punkten auf dem Konto, enttäuschte keineswegs. Die Mannschaft des legendärem Trainers Zdenek Zeman kam nicht an die Leistung beim überraschenden 1:0-Auswärtssieg gegen die Young Boys heran, spielte aber abermals um Welten besser als davor beim 1:6-Desaster bei GC, als die Tessiner Abwehr Mal für Mal bös schnitzerte und den Zürchern den Kantersieg förmlich servierte. In dieser Verfassung können die Ticinesi für die ganze Liga eine Bereicherung sein.

Quelle: Si