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Basellandschaftliche Zeitung vom 21.07.2010

Frei stiehlt den Neuen die Show

Die neuen Gesichter standen bei der Saisonpremiere des FC Basel noch nicht im Mittelpunkt

Der Saisonauftakt ist für den FC Basel geglückt. Die Zuzüge lieferten eine ordentliche Leistung ab, das Rampenlicht gehörte aber dem zweifachen Torschützen Alex Frei.

Fabian Kern

Eine Schusstäuschung mit links, ein Haken und dann ein schöner Abschluss aus 25 Meter – doch der Ball zischt knapp am rechten Pfosten vorbei. Gilles Yapi hätte beinahe einen Einstand nach Mass im Basler Dress gehabt und in der 24. Minute seine sehr starke Anfangsphase mit einem Tor gekrönt. In der Folge stand der Mann von der Elfenbeinküste etwas weniger im Mittelpunkt, deutete aber mit feinen, schnellen Pässen in die Tiefe an, welche Rolle er im Team des Meisters wohl noch spielen wird. Integriert ist Yapi schon gut, man hatte nie das Gefühl, er sei erst gerade zur Mannschaft gestossen.

Sommers wichtige Paraden

Einen undankbaren Job hatte gestern Yann Sommer. Der von GC zurückgekehrte Keeper, der den gesperrten Captain Franco Costanzo vertrat, bekam wenig Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Schon der erste Ball aufs Tor des 21-Jährigen bedeutete die Führung für den FC Zürich. Für den Deckungsfehler seiner Vorderleute konnte Sommer aber nichts. Genauso wenig wie 33 Minuten später, als Dusan Djuric seinem Gegenspieler Samuel Inkoom davonlief und den Ball souverän unter die Latte setzte. Hellwach aber war Sommer in der zweiten Halbzeit, als Eric Hassli in der 46. und 68. Minute zum Abschluss kam und verhinderte auch in der 77. Minute gegen Yasin Chikhaoui einen neuerlichen Rückstand. Der Goalie hielt sein Team im Spiel.

Für die Musik im Basler Spiel sorgten gestern aber in erster Linie bewährte Kräfte. Allen voran das überraschende Sturmduo Frei/Zoua. Der Kameruner Jacques Zoua, der den Vorzug gegenüber Federico Almerares und Scott Chipperfield erhalten hatte, rechtfertigte seine Nomination mit einer blitzsauberen Leistung. Nicht nur, dass der 18-Jährige Behrang Safaris Flanke zum zwischenzeitlichen 1:1 einnickte, nein, er zeigte sich sehr beweglich und lieferte seinem Partner Alex Frei immer wieder gute Vorlagen. Dieser brannte nach der enttäuschenden WM vor Tatendrang. Zweimal traf der Nationalstürmer nach Vorarbeit des nimmermüden Valentin Stocker. Dennoch – beim Siegtor in der 80. Minute hatte doch noch ein Neuling seine Füsse im Spiel. Der für Xherdan Shaqiri eingewechselte Fwayo Tembo schlug jene Flanke, welche Stocker und Frei zum Tor veredelten.

So darf festgehalten werden, dass die Zuzüge durchaus eine Bereicherung darstellen. Mit der Einwechslung von Genséric Kusunga für Cagdas Atan schon zu Beginn der zweiten Halbzeit demonstrierte Thorsten Fink zudem, dass es ihm mit dem Konkurrenzkampf im Team ernst ist. Alex Frei indes muss wohl nicht um seinen Stammplatz bangen.

Ausserdem ...

1. Minute: Trainerprominenz im Joggeli:Heinz Herrmann, Andy Egli und U17-Weltmeistertrainer Dani Ryser.

1. Minute: Die FCB-Spieler laufen mit linksgekehrten Leibchen ein, um auf die neue Kollektion hinzuweisen.

46. Minute: Genséric Kusunga ersetzt überraschend den schwachen Cagdas Atan und feiert seinen Einstand im Dress des FC Basel.

71. Minute: Alex Frei verpasst bei seinem Pfostenschuss seinen z weiten Treffer nur knapp. (ker)

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