Presseschau

Basler Zeitung vom 15.04.2019

Heinz Lindner: «Man hat nicht erwartet, dass wir Basel an die Wand spielen»

Aus dem Bauch

Uli Forte attestierte ihm eine «Weltklasseform», Marcel Koller sagte, dass er aus seiner Zeit als Nationaltrainer Österreichs wisse, über welche Qualitäten er verfüge: Heinz Lindner war zweifelsohne der Mann des Spiels beim Grasshopper Club Zürich. Der 28-jährige Goalie hielt alles, was auf das GC-Tor geflogen kam.

Heinz Lindner, haben Sie gegen Basel alleine diesen einen Punkt geholt?

Nein, natürlich nicht. Wir haben als Team kämpferisch dagegengehalten und unser Ding gemacht.

Vor allem in der Defensive. Da war GC richtig gut.

Ich glaube nicht, dass man erwartet hat, dass wir hierher kommen und Basel an die Wand spielen. In unserer Situation ist es legitim, dass wir so auftreten, wie wir dies im St.-Jakob-Park versuchten. Wir wollten kompakt stehen und wenig Chancen zulassen.

Es waren aber viele Chancen, die der FCB hatte. Am Ende aber verhinderten meistens Sie einen Basler Torerfolg.

Ja, ich hatte reichlich zu tun. Aber auch meine Vorderleute agierten prima. Wir haben nichtverloren, das ist das Wichtigste. Zum vierten Mal hintereinander spielten wir unentschieden.

Trotzdem ist der Rückstand auf den Vorletzten aus Neuenburg angewachsen, da Xamax in Luzern gewann. Wie sehr schmerzt dies GC?

Das ist bitter. Es wäre gelogen, wenn ich etwas anderes sagen würde. Jetzt fehlt uns einfach nur noch, den Bock mal umzustossen und zu gewinnen.

Aber ein Punkt in Basel kann auch Wunder wirken für die angeschlagene GC-Moral.

Mit Sicherheit. Es hat uns ja keiner zugetraut, dass wir hier punkten. Wir haben das Minimalziel also erreicht.

Was hat Uli Forte im Hinblick auf das Basel-Spiel in der Mannschaft bewirken können?

Der Trainer hat uns heiss gemacht: damit wir kämpfen, fighten, für den Club alles geben. Es sind dies Eigenschaften, die wir in dieser Situation brauchen. (dw)


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