Presseschau

Basler Zeitung vom 13.05.2019

«Am Ende müssen wir froh sein, dass es nicht noch mehr geworden ist als ein 1:3»

Aus dem Bauch

Als die Basler in der Hinrunde im Stade de Suisse gegen die Young Boys spielten, endete die Partie mit einem denkwürdigen 1:7 aus Sicht der Basler. Gestern ging es mit einem 1:3 noch vergleichsweise glimpflich aus. Das lag aber auch nur daran, dass bei den Baslern – im Gegensatz zum Hinspiel – Jonas Omlin im Tor stand. Der 25-Jährige bewahrte sein Team vor einer deutlich höheren Niederlage, war aber natürlich auch nicht zufrieden.

Jonas Omlin, was waren die Gründe, dass der FCB gegen YB so deutlich mit 1:3 verloren hat?

Ganz einfach: YB hat es heute besser gemacht als wir. Sie waren präsenter in den Zweikämpfen, haben uns kaum Räume gelassen und waren mit ihren Flanken von aussen immer gefährlich. Mit Hoarau und Nsame hatten sie vorne drin die Lufthoheit.

Wie ist das zu erklären – vor allem nach dem frühen Basler Tor in der 4. Minute?

Auch mit einem 1:0 ist es schwer, gegen so einen präsenten Gegner zu bestehen. Sie hatten viele Chancen. Am Ende müssen wir froh sein, dass es nicht noch mehr geworden ist als ein 1:3. Zumal wir ab der 72. Minute mit einem Mann weniger waren. Da war die Luft komplett draussen.

Vor dem Spiel hatte man den Eindruck, der FCB sei näher an YB herangerückt. War das ein Trugschluss?

Ich glaube, wenn wir zu Hause in unserem Stadion und auf Rasen gegen YB spielen, dann sieht es noch mal ganz anders aus. Im Hinblick auf die neue Saison bin ich mir sicher, dass es ein Duell auf Augenhöhe sein wird.

Und was bedeutet das Resultat im Hinblick auf den Cupfinal?

Das Spiel heute hat nichts mit dem Cupfinal zu tun. Wir haben gegen einen Schweizer Meister verloren, der sehr gut drauf ist. Ich hatte auch das Gefühl, dass wir gut drauf sind, aber auf dem Kunstrasen ist es schwer.

Sie würden nächste Woche also lieber auf Rasen spielen?

Ich finde es schade, dass ein Cupfinal auf Kunstrasen stattfindet. Es ist einfach ein grosser Unterschied. (tip)


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