Presseschau

bz Basel vom 04.02.2026

«Wir möchten das Double holen»

Am Samstag kommt Angstgegner GC: Für den Rest der Saison setzen sich FCB-Trainer Omar Adlani und Coumba Sow ein klares Ziel.

Sarah Leupi

Nach einer durchwachsenen und vor allem von offensiver Armut (13 Tore in zwölf Spielen) gekennzeichneten Vorrunde gingen die FCB-Frauen auf Rang fünf in die Winterpause. Am kommenden Samstag (16.00 Uhr, LA-Stadion) treffen die Baslerinnen Zuhause auf den Tabellenzweiten GC.

Während der Winterpause hat sich an der FCB-Transferfront einiges getan. Die FCB-Frauen vergrösserten ihr Kader um vier Spielerinnen. Neu dabei sind:

Una Rankic: Die 18-jährige bosnische A-Nationalspielerin wechselte vom ZFK Leotar Trebinje zum FCB (bis 2029).

Nanna Leivonen: Vom finnischen Erstligisten Jyväskylän Pallokerho kam die 21-jährige Torhüterin (bis 2029).

Kim Bollmann: Die einstige St. Gallen-Akteurin (bis Ende Saison) war zuletzt vereinslos.

Jacqueline Hand: Die 26-Jährige kam vom norwegischen Klub Kolbotn IL (bis 2028).

Krystyna Flis: Von Juventus Turin fand die Mittelfeldspielerin ihren Weg nach Basel (bis 2027).

Romia Gagliano: Die 16-jährige FCB-Nachwuchsspielerin unterschrieb beim Fanionteam ihren ersten Profivertrag.

Anna Krog: Die dänische U23-Nationalspielerin wechselte von Odense Boldklub Q nach Basel (bis 2028).

Die FCB-Frauen müssen jedoch auch gewichtige Abgänge verkraften. Die 20-jährige Lia Kamber (sieben Tore in 16 Spielen wettbewerbsübergreifend), wechselte in die Bundesliga zu Union Berlin. Die Stürmerin Melissa Ugochukwu zog es in die Zweite Bundesliga zu Viktoria Berlin.

Ein unfreiwilliges Karriereende musste die 22-jährige Torhüterin Celia Braun aufgrund anhaltender Schmerzen in der Hüfte hinnehmen.

Durchwachsene Bilanz
der Testspiele

Im Trainingslager auf Malta legte Trainer Adlani den Fokus darauf, «physisch sowie taktisch die nächsten Entwicklungsschritte zu machen.» Dies unterstreicht auch Sow: «Es war intensiv, auch im Vergleich zu vorherigen Trainingslagern.»

Die Nationalspielerin begrüsst das jedoch auch: «So kommt man am besten an die gewünschte Leistung.» Auf der Mittelmeer-Insel konnte sich das Team mit der TSG Hoffenheim (5. Platz Frauen-Bundesliga) und dem VfL Wolfsburg (2.) messen. Und musste sich jeweils mit 0:4 und 0:5 klar geschlagen geben. Der 36-jährige Adalni ist trotzdem «sehr stolz auf die Mentalität des Teams». Zuhause in Basel fuhren die Baslerinnen am vergangenen Wochenende gegen Aufstiegskandidat Yverdon Sport (1. Platz NLB) den ersten Sieg (1:0) im neuen Jahr ein.

Die Angstgegnerinnen
aus Zürich

Im vergangenen Jahr kam es gleich viermal zum Duell zwischen dem FC Basel und GC. In gleich drei Partien gingen die Baslerinnen als Siegerinnen vom Platz. Zur Gesamtbilanz: Ausgerechnet jene einzige Niederlage ereignete sich im Halbfinal-Rückspiel in den Playoffs (1:4). Die 56-fache Nationalspielerin sieht das kommende Ligaspiel als Revanche an: «Das soll nicht zu viel Platz einnehmen, das ist eine andere Ausgangslage. Ich bin überzeugt, dass wir GC schlagen können.»

Mit einem Blick auf die Tabellenlage, ist der Playoff-Modus laut Sow von Vorteil: «Beste Freunde werden wir nie. Doch für unsere Entwicklung ist es gar nicht so schlecht.»

Zahl der Dauerkarten verdreifacht
Trotz der durchwachsenen Vorrunde betitelt Sow das Double als klares Saisonziel: «Wir möchten um Titel kämpfen». Dabei spricht die 31-Jährige absichtlich in Mehrzahl: «Es sollen dieses Jahr zwei werden.» Den nötigen Rückhalt sollen auch die FCB-Saisonkarteninhaberinnen und -inhaber liefern, deren Zahl mit rund 800 im Vergleich zur Vorsaison auf das Dreifache angewachsen ist.

Die Chance, einen Schritt in diese Richtung zu gehen, bietet sich den FCB-Frauen am Samstag gegen die Grasshoppers. Fest steht jedoch schon jetzt: Mit der Liga-Partie gegen den FC Zürich eine Woche später wartet ein direktes Duell mit dem derzeitigen Tabellennachbarn, ehe der Cup-Halbfinal gegen die Young Boys ansteht. Erinnerungen werden dabei ebenfalls wach: Schliesslich verpasste man im vergangenen Jahr den Cup-Titel erst im Final (0:1 gegen Zürich), wobei die Geschichte dieses Mal ein anderes Ende nehmen soll.

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