bz Basel vom 07.04.2026
FCB-Verteidiger Dominik Schmid hadert über fehlende Cleverness und die letzte Bereitschaft.
Christoph Kieslich
Was hat gefehlt, um die drei Punkte ins Trockene zu bringen?
Dominik Schmid: So wie ich die Mannschaft in der Schlussphase wahrgenommen habe, konnte zum Schluss keiner mehr so richtig zurück sprinten. Ich weiss nicht, mit was das zu tun hatte. Aber wir dürfen uns den Sieg daheim gegen YB einfach nicht in den letzten Minuten entgehen lassen.
Haben Sie eine Erklärung dafür?
Vielleicht fehlt in solchen Momenten vorne die Erfahrung. Da muss man zum Beispiel mal in eine Ecke dribbeln und dort den Ball halten. Und wenn es dann Umschaltsituationen gibt, dann erwarte ich auch in den letzten Minuten von jedem einen Vollsprint zurück, egal wie viel Meter man schon in den Beinen hat.
Es war vielleicht nicht ein ganz hochstehendes Spiel, aber unterhaltsam und ein intensiver Kampf. Wie haben Sie es erlebt?
Es war unglaublich intensiv. Leider hat die letzte Konsequenz und der Wille gefehlt, unser Tor zu verteidigen – egal, ob man frisch im Spiel ist oder schon 90 Minuten. Da gibt es keine Ausreden, und vielleicht müssen wir uns das ankreiden lassen. Mit Ball hätten wir in den letzten fünf, sechs Minuten cleverer sein müssen.
In der ersten Halbzeit wirkte der FCB sehr bissig. Was ist in der Länderspielpause passiert?
Wir haben eine sehr gute erste Hälfte gespielt, und das 0:1 fällt entgegen dem Spielverlauf. Wir haben viel Druck aufgebaut, haben uns gute Chancen herausgespielt und können höchstens auf den letzten 25, 20 Metern noch konsequenter sein und das Auge für den Mitspieler haben. Deshalb haben wir uns mit den Gegentoren selbst ins eigene Bein geschossen.
Wie fühlt sich das Unentschieden für Sie an?
Wie eine 0:5-Niederlage.
Nichtsdestotrotz: Sehen Sie Fortschritte in der Entwicklung der Mannschaft?
Wir mussten uns in letzter Zeit viel anhören, was unser Spiel mit Ball anbelangt. Das haben wir besser umgesetzt und hatten weit weniger Ballverluste als in den Spielen zuvor.