Presseschau

Basler Zeitung vom 31.08.2026

Die Tapferkeit der Baslerinnen wird in Genf nicht belohnt

Eine kräftezehrende Partie verlieren die FCB-Frauen 1:2 gegen Double-Siegerin Servette. Der Auftritt bot aber auch Lichtblicke.

Nils Løvold

Es war eine schwierige Aufgabe, die die Frauen des FC Basel am Samstag zu bewältigen hatten. In Genf trafen sie auf die Double-Siegerinnen der Vorsaison. Direkt nach Anpfiff schlüpften die Teams in ihre designierten Rollen: Servette als spielbestimmende Hausherrin, der FCB als Aussenseiterin, die – im Kontrast zu den letzten Partien – primär reagierte statt agierte.

Die Baslerinnen traten tapfer auf, blieben 75 Minuten ohne Gegentor und schnupperten selbst mehrfach am Führungstreffer. Als die weitgehend souveräne Basler Abwehr in der Schlussphase zweimal nicht zur Stelle war, nutzte Servette dies in Person von Gloria Marinelli (76. Minute) und Magdalena Sobal (83.) eiskalt aus und entschied die Partie in sieben Minuten. Trotz Anschlusstreffer in der Nachspielzeit (Carla Christen, 90.+2) gelang den Baslerinnen das Comeback nicht, sie verloren 1:2.

Starke Physis beim FC Basel
Dennoch bot diese Partie aus rotblauer Sicht einige Lichtblicke. Etwa der Treffer der 20-Jährigen Christen, die im Sommer vom eigenen Nachwuchs ins Fanionteam gewechselt war. Zudem positiv auffällig war die physische Stärke der Baslerinnen, die dem ruppigen Genfer Spielstil weitgehend Paroli boten.

Nicht zuletzt war lobenswert, welchen Einsatz der FCB an den Tag legte: Mit Kopf und Kragen warfen sich die Baslerinnen in die Zweikämpfe, auch in den Schlussminuten schien sich keine Spielerin für einen Sprint zu schade. Es zeugt dies von Ehrgeiz und starker Moral.

Die gute Stimmung im Team, die aus dem nahezu perfekten Saisonstart erwuchs, dürfte also auch nach dieser Niederlage aufrecht bleiben. Nun folgen zwei Heimpartien: Gegen St. Gallen (4. September, 19.00 Uhr) und GC (9. September, 19.oo Uhr).

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