Presseschau

Basler Zeitung vom 04.02.2019

Aus dem Bauch

«0:1 und die Rote Karte – damit war meine Mannschaft überfordert»

GC-Trainer Thorsten Fink über die spielentscheidende Szene

Zürich. Mit einem 0:4 wollten Thorsten Fink und der Grasshopper Club natürlich nicht in die Rückrunde starten. GC braucht Punkte im Kampf gegen den Abstieg – aber wie schwer das werden könnte, zeigte der gestrige Auftritt der Zürcher: Die Grasshoppers liefen mit einer jungen, unerfahrenen Mannschaft auf. Und als dann auch noch der ehemalige Basler Arlind Ajeti die Gelb-Rote Karte sah, war die Gegenwehr der Gastgeber vollends gebrochen. Trainer Fink wollte im Anschluss an die Partie aber trotzdem nicht zu hart mit seinen Spielern ins Gericht gehen.

BaZ:

Thorsten Fink, so haben Sie sich den Auftakt in die Rückrunde vermutlich nicht vorgestellt, oder?

Thorsten Fink: Wir wussten, dass es ein sehr schweres Spiel werden würde. Gegen den FCB ist es immer schwierig, und wir müssen einen perfekten Tag haben, wenn wir gegen die Basler bestehen wollen. Es hätte alles zu 100 Prozent für uns laufen müssen.

Das ist es aber nicht.

Das kann man wohl so sagen. Wir hatten schon nicht unsere beste Abwehr zusammen, hatten eine junge Mannschaft, da haben einige zum ersten Mal in der Super League gespielt. Dann kriegen wir ein frühes Gegentor und verlieren dann auch noch unseren Abwehrboss Arlind Ajeti.

War die Entscheidung des Schiedsrichters in Ihren Augen zu hart?

Es waren zwei Fouls und zwei Gelbe Karten. Das macht Gelb-Rot.

Aber es waren auch Ajetis erste beiden Aktionen im ganzen Spiel.

Das stimmt. Bei der ersten Aktion ist die Gelbe Karte meiner Meinung nach korrekt, die zweite kam vielleicht etwas zu schnell. Aber es wäre heute gegen den FCB auch mit elf Spielern schwer geworden.

Wie bewerten Sie den Auftritt des Teams denn sonst?

Ich kann ja nur die ersten 26 Minuten bewerten. Das 0:1 und die Rote Karte, damit war die Mannschaft in diesem Moment überfordert. Da fehlen noch die Automatismen. Aber bis dahin war es nicht so schlecht.

Was soll sich künftig ändern? Suchen Sie noch nach weiteren Spielern?

Zwei Spieler haben wir ja schon verpflichtet, auf der linken und der rechten Seite haben wir bereits Spieler verpflichtet. Ich hoffe, dass so schnell wie möglich noch was kommt, wir brauchen mit dieser jungen Mannschaft Erfahrung. Wir fangen jetzt wieder einen neuen Weg an und brauchen Routiniers, die uns helfen können. Ausserdem hoffe ich, dass die verletzten und heute kranken Spieler uns so schnell wie möglich wieder zur Verfügung stehen. tip


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