Presseschau

Basler Zeitung vom 11.02.2019

Samuele Campo trifft nach Verletzungspause

Der Rückkehrer

Kaum ein anderer verkörpert den Wunsch der Vereinsführung nach Spielern aus dem eigenen Nachwuchs stärker als Samuele Campo: Der heute 23-Jährige schnürte schon als Sechsjähriger seine Schuhe für den FC Basel, durchlief die Juniorenstufen bis zur U21, wurde dann für zwei Lehrjahre zum FC Lausanne-Sport ausgeliehen, um im Januar 2018 zu seinem Stammverein in die Profiabteilung zurückzukehren.

Mehr Rotblau geht fast nicht. Und so verkommt es zur feinen Ironie, dass ebendieser Basler, der so sehr in der Region verankert ist, gegen den FC St. Gallen in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte – an einem Abend, an dem die Fans sich gegen das Engagement des FC Basel im fernen Indien aussprachen.

Der italienisch-schweizerische Doppelbürger war vor gut einem Jahr mit vielen Vorschusslorbeeren nach Basel zurückgekehrt, wurde unter Trainer Raphael Wicky Stammspieler und kam zu seinen ersten Europacupeinsätzen.

Aber er erlebte auch den schwersten Rückschlag in seiner Karriere: Im Cupspiel gegen Echallens riss das Aussenband seines linken Knies, Campo verpasste insgesamt 14 Spiele. «Aber als Mensch hat mich diese Verletzung mental weitergebracht», sagte Campo. Und seinem linken Fuss hat sie offenbar nicht geschadet.

Den Ball vor dem direkt verwandelten Freistoss schnappte er sich derart selbstbewusst, dass ihm Luca Zuffi den Vortritt liess. «Ich bin froh, hat er mich schiessen lassen», sagte Campo. Seine Mannschaftskollegen waren es auch. saw


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