Presseschau

Basler Zeitung vom 04.03.2019

Eine Situation, die nur der Referee anders sah

Der Aufreger

Basel. Vier Minuten waren im St.-Jakob-Park gespielt, als der FC Thun seinen ersten Angriff lancierte. Der hohe Ball in den Strafraum fand den Kopf von Kevin Bigler nicht, da Jonas Omlin diesen regelrecht niederstreckte. Statt das Spielobjekt wegzufausten, traf der Schlussmann des FC Basel den Thuner hart am Hinterkopf. Der Pfiff von Schiedsrichter Lukas Fähndrich blieb aber aus – zum Erstaunen vieler. Denn in dieser Szene gab es nur eine korrekte Entscheidung: Penalty für Thun und Gelb gegen Omlin. Thuns Trainer Marc Schneider sagte denn auch: «Da gibt es keine zwei Meinungen.» Und auch Jonas Omlin hatte nach dem Anschauen der TV-Bilder eine Meinung zu seinem Ausflug aus dem Fünfmeterraum: «Da kann man Penalty geben.» Ob die Partie bei einem Pfiff und einem verwerteten Elfmeter einen anderen Ausgang genommen hätte, bleibt Spekulation. Schneider sagt: «Diese Szene war nicht spielentscheidend, ein frühes Tor hätte uns aber geholfen.»

Die Aktion hatte jedoch Auswirkungen auf die Taktik der Gäste. Weil sich Bigler danach unwohl fühlte und über Augenflimmern klagte, sah sich Schneider gezwungen, ihn nach 24 Minuten durch Kenan Fatkic zu ersetzen. Die Berner mussten also früh ihren ersten Wechsel tätigen. Ob Bigler bei Omlins missglückter Faustabwehr eine Hirnerschütterung davongetragen hatte, war nach Spielschluss ungewiss. Klar war hingegen, dass Schneider mit Biglers Ausfall auf einen nächsten Akteur verzichten musste. «Im Moment fehlen uns ein paar ganz wichtige Spieler», sagt Schneider, der hofft, dass Kräfte wie Tosetti oder Karlen demnächst wieder zurückkehren und damit der Mannschaft jene Stabilität verleihen, mit der sie sich bislang auszeichnen konnte. dw


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