Presseschau

Basler Zeitung vom 04.04.2019

Ein genialer Moment genügt

Traum-Tor Der FC Basel gewinnt beim FC Zürich mit 2:0 – Samuele Campo weist mit einem spektakulären Volley-Treffer den Weg zum achten Basler Sieg im Jahr 2019.

Oliver Gut, Zürich

Es ist eine ansehnliche, aber keine unvergessliche Partie an diesem Abend im Letzigrund, als der FC Basel den alten Rivalen FC Zürich mit 2:0 schlägt. Doch sie hat ihren besonderen, genialen Moment, der etwas länger in Erinnerung bleiben wird.

Eray Cömert schlägt in der 54.Minute einen langen Ball über das ganze Feld – und Samuele Campo lobt diesen kurz vor dem Strafraum mit dem Innenrist volley über FCZ-Goalie Yannick Brecher ins Tor. Es ist das 1:0 für den FCB. Und es ist der Treffer, der den Baslern den Weg zum achten Sieg im zehnten Pflichtspiel 2019 ebnet.

In der Folge können sie es sich leisten, den Gegner kommen zu lassen und auf dessen Fehler zu warten. Ein Umstand, der dadurch unterstrichen wird, dass FCB-Trainer Marcel Koller mit seinen Einwechslungen Sicherheit (Kuzmanovic, Xhaka) zugunsten von Offensivdrang (Okafor, Campo) auf den Platz bringt. Und ein Umstand, der darin mündet, dass Albian Ajeti in der 89. Minute allein vor Brecher die Partie entscheidet. Der FCZ hat sich einen leichten Ballverlust geleistet, Kuzmanovic sofort reagiert und Ajeti mit einem Steilpass lanciert, während die Zürcher ungeordnet die Chance verpassen, den Torschützen abseits zu stellen.

Es ist dies aus Basler Sicht das gelungene Ende einer Partie, die sich für Rotblau zunächst als Zielübung entwickelt. Genügend Gelegenheiten, um bereits in der ersten Hälfte zu Zählbarem zu kommen, hätte der FCB durchaus gehabt. Sowohl Campo als auch Luca Zuffi finden in Brecher ihren Meister, Ricky van Wolfswinkel verfehlt das Tor aus kurzer Distanz ebenso knapp wie Fabian Frei aus weiter Entfernung. Und als der Ball zwischenzeitlich tatsächlich hinter der Zürcher Torlinie lag, da hat Schiedsrichter Klossner bereits einen Schubser von Marek Suchy abgepfiffen.

Der FC Basel zementiert damit seinen zweiten Tabellenplatz und blickt auf ein starkes drittes Saisonviertel zurück. Am Sonntag empfängt er den FC Lugano zum Auftakt in die letzte Phase, in deren Mittelpunkt weniger die Liga als der Cup steht.


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