Presseschau

Basler Zeitung vom 03.07.2019

Schwarzweiss statt Rotblau

Rotblauer Sparfuchs

Lange ists her, da hatte die Geschäftsstelle des FC Basel ihren Sitz an der Lehenmattstrasse. Dorthin zurückzuzügeln, wäre im Sinne der angekündigten Sparmassnahmen keine Option. Zu gross ist der administrative Apparat der Basler inzwischen, zu klein dafür die einstigen Räumlichkeiten. Einzig Barbara Bigler dürfte sich über einen Umzug freuen, hatte sie doch bereits damals die rotblauen Fäden in der Hand. Kosten senken kann die Geschäftsstelle trotzdem. Das hat ein anderer FCB, der grosse FC Barcelona, 2011 vorgemacht. Weil sich die Katalanen zum Sparen gezwungen sahen, kündigte der Präsident eine ungewöhnliche Massnahme an. Dokumente durften im gesamten Verein nicht mehr in Farbe kopiert werden, die bunten Toner wurden über Nacht aus den Geräten entfernt. Das brachte Barça Einsparungen in der Höhe von rund 30000 Euro pro Jahr. Schwarzweiss statt Rotblau wäre auch in Basel möglich. Sparpotenzial böten zusätzlich die Schreiben an die Mitglieder und Jahreskartenbesitzer, die künftig nur noch per B-Post verschickt werden könnten. Oder man setzt auf die radikale Variante und kommuniziert mit seinen treuesten Kunden nur noch papierlos via elektronische Post. Wie das aussehen könnte, bekommen die Jahreskartenbesitzer bereits jetzt vor Augen geführt: Wer das Europacup-Heimspiel gegen Eindhoven besuchen möchte, zahlt dafür nichts, sofern er kein Hardticket wünscht. In diesem Fall kostet der Eintritt 5 Franken – ein symbolischer Batzen für den FCB. (dw)

Eingesparter Betrag: 33688.80 Fr.

Zwischentotal der BaZ-Tipps: 233116.96 Fr.

Im laufenden Geschäftsjahr will der FC Basel die Kosten um 21Millionen Franken senken. Ein Anfang ist mit dem Abschied von Marek Suchy und Marco Streller sowie dem neuen Doppelmandat für Sportchefscout Ruedi Zbinden bereits gemacht. Die BaZ hilft bis zum Saisonstart mit mehr oder weniger ernst gemeinten Tipps mit, damit die rotblaue Rechnung am Ende aufgeht.


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