Presseschau

Basler Zeitung vom 15.07.2019

Das Prinzip der Nibelungentreue

Rotblauer Sparfuchs

Es gibt ja Ahnungslose, die behaupten, dass der FCB sich in der Sommerpause lächerlich machte, als man erst einen Grundsatzentscheid für einen Trainerwechsel fällte, um diesen dann in einem nie zuvor da gewesenen Chaos wieder rückgängig zu machen. Tatsächlich jedoch handelte die FCB-Führungsspitze unendlich clever, da sich durch die revolutionär anmutende Vorgehensweise nicht nur das Gehalt einer einzig für die Aufgaben eines Sportdirektors vorgesehenen Club-Ikone einsparen liess, sondern auch Zusatzkosten vermieden wurden, die mit einem Trainerwechsel einhergegangen wären. Von diesem Kurs darf man bis zum Jahresende keineswegs abweichen – und schon spart man am Ende ein hübsches Sümmchen, das man im Vorjahr durch die Freistellung von Raphael Wicky und die Verpflichtung von Marcel Koller (natürlich beides samt zusätzlichen Staff-Mitgliedern) ausgegeben hat. Selbst wenn der FCB gegen Eindhoven chancenlos bleibt, danach auf irgendeiner Mittelmeerinsel den europäischen Herbst in den Sand setzt und schliesslich am 22. September in Bern mit 0:10 untergeht: Das Prinzip der Nibelungentreue muss gelebt und Koller im Bann der Zahlen behalten werden – es sei denn, Ruedi Zbinden übernimmt auch noch diese Aufgabe... (olg)

Eingesparter Betrag: 1220 000 Fr.

Zwischentotal der BaZ-Tipps: 4861 710.36 Fr.

Im laufenden Geschäftsjahr will der FC Basel die Kosten um 21Millionen Franken senken. Ein Anfang ist mit dem Abschied von Marek Suchy und Marco Streller sowie dem neuen Doppelmandat für Sportchef-Scout Ruedi Zbinden bereits gemacht. Die BaZ hilft bis zum Saisonstart mit mehr oder weniger ernst gemeinten Tipps mit, damit die rotblaue Rechnung am Ende aufgeht.


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