Presseschau

Basler Zeitung vom 30.09.2019

Die Noten

von Tilman Pauls

Jonas Omlin: 5

Hat in den letzten vier Begegnungen jetzt drei Mal kein Gegentor kassiert. Das hat zwar auch damit zu tun, dass die Gegner in der Liga ihn kaum mal ernsthaft gefordert haben. Aber wenn es darauf ankommt, dann ist er auch gegen Luzern immer zur Stelle und bleibt ohne Fehler.

Silvan Widmer: 4

Versucht sich seit einigen Wochen immer wieder mal als Kopfball-Ungeheuer, scheitert aber auch gegen Luzern nur knapp. Sonst finden noch immer zu wenige seiner Flanken ihr Ziel, auch wenn er in der Defensive ohne Probleme agiert.

Eray Cömert: 4,5

Steht nicht so oft im Fokus wie sein Nebenmann, was ja gar nicht so schlecht ist. Ein Mal klärt er unbedrängt zur Ecke, mal lässt er sich etwas einfach überlaufen. Aber insgesamt zeigt er eine starke Partie, die auch dank ihm ohne Gegentor endet.

Omar Alderete: 4,5

Die erste Hälfte ist etwas wild. Mal trennt er seinen Gegenspieler im Strafraum gekonnt vom Ball. Mal spielt er dem Gegner den Ball ohne Not in den Fuss. Beruhigt sich und sein Spiel dann aber und ist ein Grund für das nächste Spiel zu Null.

Blas Riveros: 5

Ist aktiver als Widmer auf der anderen Seite. Schaltet sich oft mit in die Offensive ein. Dort erreichen seine Bälle zwar zu selten seine Mitspieler – bis er Cabral den Treffer zum 2:0 auf den Fuss legt. Es sein erster Skorerpunkt in dieser Saison.

Fabian Frei: 5

Vorne schiesst Cabral seine Tore, auf dem Flügel überzeugt Bua. Aber die gute Form der Basler hat auch damit zu tun, dass Frei im Zentrum seit Wochen sehr gut spielt. Mit viel Übersicht, mit vielen Impulsen für die Offensive, viel Ruhe – und solch wunderbaren Pässen wie vor dem 2:0.

Taulant Xhaka: 4,5

Kurzer Schreckmoment in der 55. Minute, als Xhaka auf dem Rasen liegen bleibt und behandelt werden muss. Denn auch gegen Luzern ist er im Zentrum engagiert und ein Grund, dass die Gäste kaum mal gefährlich vor das Basler Tor kommen.

Valentin Stocker: 4,5

Hat die erste gute Basler Chance in der 15. Minute an diesem Mittag, als er nur ganz knapp scheitert. Holt nach der Pause den Elfmeter raus, den es dann aber doch nicht gibt. Und bereitet kurz vor Schluss auch noch das 3:0 durch Kemal Ademi vor.

Luca Zuffi: 4,5

Steht schon zum Elfmeter bereit, als ihn der VAR um sein zweites Saisontor bringt. Hat seine besten Aktionen vor der Pause, als er mal schön auf Stocker durchsteckt (15.) oder Widmer bedient (33.). Wird dann durch Kuzmanovic ersetzt.

Kevin Bua: 5

In diesen Tagen gelingt ihm fast alles – auch wenn er gegen Luzern ohne Treffer bleibt. Aber das 1:0 gehört zu grossen Teilen ihm, da er den Ball gewinnt und aufs Tor bringt. Zudem trifft er den Pfosten und bereitet einige weitere Chancen vor.

Arthur Cabral: 5,5

Kemal Ademi hat gesagt, dass der FCB einen neuen Stürmer brauche, er müsse ja schliesslich auch mal eine Pause einlegen. Jetzt hat Arthur Cabral in den letzen zwei Spielen drei Tore erzielt, viele Duelle gewonnen und sich bestens in Basel eingelebt.

Zdravko Kuzmanovic: –

Kommt für Luca Zuffi in die Partie und muss gar nicht mehr viel tun, damit die Basler dieses Spiel gewinnen. Reiht sich vor der Abwehr ein, verteilt ein paar Bälle und freut sich über einen Einsatz, für den er jedoch keine Note erhält.

Noah Okafor: –

Über die Rolle des Jokers kommt er aktuell nicht hinaus, was bei der Konkurrenz von Stocker und Bua nicht weiter verwundern kann. Gegen Luzern kommt er acht Minuten vor Schluss für den umjubelten Bua in die Partie.

Kemal Ademi: –

Was sich Ademi wohl gedacht hat, als Konkurrent Cabral mit grossem Applaus von den Rängen verabschiedet wurde? Offenbar das Richtige. Denn obwohl er nur ein paar Minuten auf dem Feld steht, erzielt er noch den Treffer zum 3:0.


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