Presseschau

Basellandschaftliche Zeitung vom 07.10.2019

Valentin Stocker nach der Nullnummer in St. Gallen: «Wir sind keine Roboter»

von Simon Leser

Valentin Stocker hätte sich beim Auswärtsspiel in St. Gallen einen etwas fitteren FC Basel gewünscht. Die Reise nach Trabzon von vergangener Woche machte sich bemerkbar. Deswegen kann er mit dem Punktgewinn in St. Gallen leben.

Es war ein sehr schwieriges Spiel gegen St. Gallen. An was lag dies?

Valentin Stocker: Ich weiss gar nicht, was ich genau sagen soll. Wir hatten in den letzten Tagen unglaublich intensive Reisen und Spiele. Es wird immer sehr viel von uns verlangt, schlussendlich sind wir aber keine Roboter. Wir könnten uns heute nicht beklagen, wenn wir verloren hätten. Aber auch wir hatten Grosschancen, die wir hätten verwerten können.

St. Gallen hatte jedoch mehr Spielanteile. Ist es deswegen ein glücklicher Punktgewinn?

Mehr oder weniger glücklich. Sie hatten definitiv die grösseren Spielanteile. Ob sie aber auch die klareren Torchancen hatten, sei dahin gestellt. Wir hatten mit Zuffi, Okafor und Ademi hundertprozentige Torchancen. Es hätte auf beide Seiten kippen können. Ich glaube aber, das Unentschieden ist ok.

Ihre Mannschaft hatte zu Beginn Mühe. Lässt sich das auch mit der langen Reise nach Trabzon erklären?

Ich habe das Gefühl, dass wir am Anfang zwei, drei gute Torchancen hatten. Aber definitiv: Die Reise nach Trabzon ging am Mittwochmorgen um vier Uhr los. Am Freitagabend kamen wir erst heim. Gestern haben wir kaum trainiert und sind dann nach St. Gallen gereist. Unsere Aufgabe ist es, sich immer gut einzustellen und sich möglichst optimal zu erholen. Wir haben alles gegeben. Mehr war einfach nicht möglich.

Ist es deswegen ein gewonnener Punkt?

Definitiv. Wir haben hier in St. Gallen immer schwierige Spiele. Die St. Galler haben einen guten Lauf, gehen sehr aggressiv auf die zweiten Bälle und machen somit Druck.

Es war ein sehr intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen. War es ein Spiel, das man als Fussballer besonders gerne hat?

Definitiv. Deswegen spielt man auch Fussball. Ich hätte mir für meine Mannschaft gewünscht, dass wir etwas fitter sind. Dann hätten wir offensiv auch mehr Spass und Zirkus bieten können.

Sind Sie froh, dass Sie jetzt ein bisschen runterfahren können?

Es ist hervorragend, dass wir nun ein paar Tage Zeit haben, um runterzufahren. Wir können wieder einmal zu Hause sein und schauen, wie sich das eigene Bett anfühlt.

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