Presseschau

bz Basel vom 16.07.2026

Aus Amiens für die Aussenbahn

Coleen Louis soll die Lücke nach dem Schmid-Abgang schliessen.

Christoph Kieslich und Céline Feller

Auf der Suche nach einem Ersatz für den nach Salzburg abgewanderten Dominik Schmid ist der FC Basel in Frankreich fündig geworden: Vom Amiens SC, Absteiger aus der Ligue 2, kommt der 21-jährige Coleen Louis, der zu Ehren seines Vaters den Namen Laffuma auf seinem Trikot mit der Rückennummer 25 tragen wird.

Coleen Louis, aus dem Seine-Städtchen Melun vor den Toren Paris’ stammend, kam über Sénard und Troyes in die Juniorenabteilung des FC Paris, wo er in der U19 und der 2. Mannschaft zum Einsatz kam. Vor einem Jahr schloss er sich Amiens an, wurde in Nordfrankreich in der zweiten Saisonhälfte Stammspieler, konnte aber auch nichts am Abstieg als Tabellenletzter in die neuformierte Ligue 3 ändern.

Über den 1,84 Meter grossen Aussenverteidiger sagt Andreas Herrmann, Technischer Direktor des FCB: «Coleen ist ein dynamischer Aussenverteidiger, der sowohl defensiv als auch offensiv viel Tempo und eine hohe Intensität ins Spiel bringt. Wir verfolgen seine Entwicklung bereits seit längerer Zeit über die französischen U-Nationalteams und sind überzeugt, dass er mit seinen Qualitäten und seinem Entwicklungspotenzial hervorragend zu unserem Weg passt.»

Diese Überzeugung unterstreicht der FCB mit einem Vierjahresvertrag für den jungen Franzosen. «Seine Laufstärke, seine Athletik und seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, machen ihn zu einer wertvollen Verstärkung für unsere Defensive», ist Herrmanns Urteil über Louis. Mit ihm haben die Basler neben Moussa Cissé wieder zwei Linksverteidiger. Marvin Akahomen hätte dort alternativ ebenfalls aushelfen können, wurde nun aber für eine Saison zwecks Spielpraxis nach Kriens in die Challenge League verliehen.

Louis, der in Amiens bei 28 Einsätzen in Meisterschaft und Coupe de France 1536 Minuten totalisierte (zwei Vorlagen, zwei Verwarnungen), sagt über sich selbst: «Ich will unsere Anhänger mitreissen: kompromisslos in der Defensive und unberechenbar in der Offensive.» Das Joggeli als seine neue Bühne bezeichnet er als «mythischen Ort». Bemerkenswert bei diesem Transfer, den der FCB quasi aus dem Hut gezaubert hat: Erst zwei Stunden vor der offiziellen Verkündung sickerte der Name bei Footmercato durch. Das Portal lieferte auch einen Ablösesumme mit: angeblich beträgt sie eine Million Euro.

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